24 Stunden üben - für Ihre Sicherheit

7. September 2019
Übungen
Verschiedene Szenarien wurden beübt

Auch in diesem Jahr fand wieder ein 24 stündiger Übungstag bei der Feuerwehr in Herzogenaurach statt.

Die Übungen sind dabei so ausgelegt, dass vom jüngsten Feuerwehranwärter bis zum erfahrensten Kameraden jeder mitmachen kann. So waren 38 Teilnehmer im Alter zwischen 13 bis 62 Jahren im Einsatz.
So vielseitig wie die Teilnehmer waren auch die Übungen.

Insgesamt wurden 9 Übungen mit einem sogenannten erweiterten Zug durchgeführt. Los ging es mit einem spektakulären Verkehrsunfall in Burgstall bei der Firma Spitzer. Mit 2 verunfallten PKW einem LKW und insgesamt 4 zu rettenden Personen wurde das diesjährige Level wieder einmal angehoben.
Im Anschluss ging es zur Auto Verwertung Meisel, wo eine durch Baggerarbeiten ausgelöste Explosion mehreren Brandstellen und einigen verletzte Personen hinterließ.
Gegen Mitternacht dann der dritte Einsatz, diesmal ohne die Jugendlichen. Es galt Vater und Sohn in einem Waldstück zwischen Beutelsdorf und Hammerbach zu finden, die sich in der Dunkelheit verirrten und nicht nach Hause kamen.
Der zweite Tag startete besonders anspruchsvoll mit einem Gefahrgut Einsatz direkt nach dem Frühstück. Ein IBC-Behälter mit 1000 Liter Inhalt (rauchender Schwefelsäure) wurde hier beschädigt und floss in einen angrenzenden Weiher hinter der Firma Breun zwischen Steinbach und Burgstall. Hier wurde von den Kameraden alles abverlangt. Die hinzugerufene Feuerwehr Hammerbach baute zusammen mit den Jugendlichen eine komplette Dekontaminationsstrecke auf, ein weiterer Teil rüstete sich mit Chemikalienschutzanzügen aus, um den Behälter abzudichten und schließlich mit Gefahrgutpumpen absaugen zu können.
Gerade wieder auf der Wache angekommen, hallte wieder der Alarmgong und die Einsatzkräfte mussten sich ihren Weg zu einem Grillplatz im Dambach suchen. Angenommenes Szenario hier: Durch Unachtsamkeit beim Grillen wurde das angrenzende Waldstück entzündet. Die Kräfte gingen hier von drei Seiten vor um das Feuer schnellstmöglich einzukreisen, was zu einem schnellen Löscherfolg führte. Davon konnte sich auch Bürgermeister Dr. German Hacker überzeugen, der bei dieser Übung den Einsatz hautnah mitverfolgte.
Höchst anspruchsvoll für die Maschinisten (Fahrer der Einsatzfahrzeuge) ging es bei einem gemeldeten Kellerbrand in der Parkstraße zu. Trotz sehr schwieriger Anfahrt konnten auch hier die Herzogenauracher ihre Leitungsfähigkeit unter beweis stellen. So retteten vier vorgehende Atemschutztrupps innerhalb kürzester Zeit insgesamt 8 Verletzte Personen aus dem stark verrauchten Keller. Nachdem das Haus mit zwei Hochdrucklüfter vom Brandrauch befreit war, konnten die Kameraden einrücken.

Die letzte Übung in diesem Jahr fand bei der Firma Steiner im Herzogenauracher Norden statt. Nach einer angedeuteten Explosion waren hier mehrere Personen verschüttet und es brannte auf dem Gelände verteilt. Der Einsatzleiter musste hier alle Kräfte gezielt einsetzen um dem Ausmaß der Lagen gerecht zu werden.
Für die Organisatoren um Sebastian Hagen war besonders auch die Zeit zwischen den Übungen wichtig, die die gute Kameradschaft innerhalb der Wehr stärkt. Diese Art von Übung ist ideal, um die Generationen zusammenzuführen, und gegenseitig von einander zu lernen.
Reichlich Ideen gibt es auch schon wieder für das nächste Jahr weshalb einer Fortsetzung nichts im Weg steht.

Wollen Sie sich selbst ein Bild machen, dann kommen Sie doch am Sonntag den 22.09.2019 ab 12:00 Uhr in die Industriestraße 1 zu ihrer Feuerwehr zum „Tag der offenen Tür“

 

Bericht/Bilder: Sebastian Hagen, FF Herzogenaurach