Atemschutz

Verantwortlicher Kreisbrandmeister für den Bereich Atemschutz:   KBM Patrick Dreher


Atemschutzausbildung im Landkreis

Bei entsprechender gesundheitlicher Eignung erhalten die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises im Rahmen der Atemschutzausbildung das notwendige Wissen, um im Einsatzfall die an sie gestellten Aufgaben unter schwerem Atemschutz lösen zu können.
Für die benötigte, gesundheitliche Eignung muss sich jeder angehende Träger von schwerem Atemschutz einer gesundheitsmedizinischen Untersuchung, der sogenannten G26.3 unterziehen

Neben der Grundausbildung zum „Atemschutzgeräteträger“ werden an den Ausbildungsstandorten in
Bubenreuth, Uttenreuth, Heroldsberg, Herzogenaurach und Höchstadt, die Zusatzlehrgänge  „Träger von Chemikalienschutzanzügen“„Wärmebildkamera“„Wärmeschutzbekleidung“ und „Überdruckbelüftung“ durchgeführt.

Atemschutzgeräteträger erhalten ein umfangreiches theoretisches Wissen im Umgang mit Atemgiften. Ferner werden einsatztaktische Grundsätze bei der Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz vermittelt. Im Umgang mit den nötigen Gerätschaften zur Menschenrettung und Brandbekämpfung lernen die Auszubildenden den sicheren und effektiven Einsatz im Innenangriff. Der Aufbau, die Funktion und die Handhabung der unterschiedlichen Atemschutzgeräte ist gleichermaßen Bestandteil der Ausbildung, um sich mit dem Gerät eindringlich vertraut zu machen. Hier muss jeder Handgriff sitzen.
Jeder Atemschutzgeräteträger hat einmal jährlich eine Übung unter Einsatzbedingungen in der Atemschutzübungsstrecke zu absolvieren. Dazu muss jeder Feuerwehrmann auf der Endlosleiter, dem Laufband und auf dem Fahrradergometer seine physische Belastbarkeit unter Beweis stellen. Dies geschieht unter genauer Beobachtung und Überwachung durch die Ausbilder.

Nur durch ständiges Üben kann sichergestellt werden, dass die Atemschutzgeräteträger den an sie gestellten Anforderungen im Ernstfall auch gerecht werden.
Die Atemschutzübungsanlage ermöglicht es, schwierige Einsatzbedingungen wirklichkeitsnah zu simulieren. Der Feuerwehrmann lernt so, ohne Sicht in enger, fremder und teilweise sehr heißer Umgebung unter schwerem Atemschutz zu arbeiten. Einige Passagen der Übungsanlage können nur kriechend bzw. liegend passiert werden. Bei völliger Dunkelheit, Enge und hohen Temperaturen, verbunden mit einer erschwerten Atmung unter Atemschutz stellt ein solcher Übungsablauf nicht nur die physische Belastbarkeit auf eine harte Probe, sondern geht auch nicht selten an die Grenze der psychischen Belastbarkeit.

Den Feuerwehren des Landkreises steht mit der Atemschutzübungsstrecke in Herzogenaurach eine Einrichtung zur Verfügung, die dazu beiträgt, den Ausbildungsstand der Atemschutzgeräteträger in unserem Landkreis auf hohem Niveau zu halten. Hierfür hat der Landkreis Erlangen-Höchstadt eigene Übungsgeräte, sowie Prüf- und Reinigungseinrichtungen, einen Flaschenfüllstand, sowie sämtliche Ersatzteile zur ständigen Wartung der Ausrüstung.

Durch den Umfang der anfallenden Prüf-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten hat der Landkreis seit 1. Februar 2020 einen hauptamtlichen Atemschutzgerätewart am Standort Herzogenaurach beschäftigt, der mit der nötigen Qualifikation sämtliche Aufgaben im Bereich der Atemschutzübungsstrecke in Vollzeit übernimmt.

Die Ausbildung und der Übungsablauf wird vom Kreisbrandmeister “Atemschutz”, und den Atemschutzausbildern des Landkreises an den Ausbildungsstandorten koordiniert und geleitet. Sie sind alle ausgebildete Atemschutzgeräteträger und haben zudem zusätzlich die Lehrgänge “Atemschutzgerätewart” und “Ausbilder für Atemschutzgeräteträger” an den staatlichen Feuerwehrschulen Bayerns absolviert. Stetige Weiterbildung und Einsatz von modernem Equipment für den Atemschutzeinsatz, als auch neueste taktische Vorgehensweisen halten die Ausbildung für die Atemschutzgeräteträger/innen immer auf dem neuesten Stand.