Küchenbrand - Menschen in Gefahr

Zum Brand in der Küche eines dreigeschossigen Mehrfamilienhauses kam es am Donnerstagabend des 30. Januar in Heroldsberg. Die Feuerwehr rettete mehrere Personen aus dem verrauchten Gebäude.

Die FF Heroldsberg, sowie der Inspektionsdienst wurden um 20:16 Uhr zum Küchenbrand in den Kirchenweg alarmiert. Nach Eintreffen der ersten Kräfte stand die Küche im ersten Obergeschoss in Vollbrand. Ein Bewohner empfing die Feuerwehr bereits außerhalb mit dem Hinweis, dass noch eine Person in der Wohnung sei.

Die Feuerwehr ging sofort mit insgesamt vier Atemschutzgeräteträgern ins Innere des Wohnhauses zur Personensuche vor. Parallel wurde die Drehleiter vor dem Gebäude in Stellung gebracht. Durch die starke Verrauchung im Treppenhaus konnte sich eine Familie mit Kind aus dem zweiten Obergeschoss nicht mehr selbst ins Freie retten und wurde von der Feuerwehr über die Drehleiter zu Boden gebracht. Dort wurde sie mit umgelegten Decken von Kameraden der Feuerwehr im Fahrzeug betreut. Verletzt wurden das Kind und seine Eltern zum Glück nicht. Der Rettungsdienst kontrollierte deren Gesundheitszustand, musste jedoch nicht weiter tätig werden.
Kommandant und Einsatzleiter Timo Bachhiesl lies einen weiteren Rettungswagen, sowie einen Notarzt nachalarmieren. In der Zwischenzeit wurde die vermisste Person in der Brandwohnung aufgefunden. Sie war glücklicherweise ansprechbar, musste jedoch nach der Rettung durch die Feuerwehr vom Rettungsdienst versorgt werden, bevor Sie in ein naheliegendes Krankenhaus transportiert wurde. Insgesamt wurden drei Personen verletzt, zwei konnten jedoch vor Ort behandelt werden. Die Feuerwehr löschte den lokalen Brand in der Küche schnell und leitete demnach eine Überdruckbelüftung ein, um das Gebäude zu entrauchen. Die Räumlichkeiten wurden bezüglich des Kohlenmonoxidgehalts gemessen und freigegeben. Durch die Gefahr freiliegender, elektrischer Leitungen am E-Herd, wurde der Strom für die Wohnung abgeschaltet. Die Polizei übernahm im Anschluss die Ermittlungen des Brandhergangs, auch der Kriminaldauerdienst wurde hinzugerufen. Um weiteres, giftiges Ausgasen des Brandguts zu verhindern, wurden einige Gegenstände aus dem Brandraums ins Freie verschafft.

Während des Einsatzes kam auch Heroldsbergs Bürgermeister Johannes Schalwig besorgt hinzu, der sich ein Bild der Lage verschaffte.

Die Feuerwehr Heroldsberg war mit knapp 40 Einsatzkräften vor Ort, ebenso Kreisbrandinspektor des Dienstbezirks Stefan Brunner. Zwei Rettungswagen und ein Notarzt, samt Einsatzleiter Rettungsdienst, sowie zwei Polizeistreifen waren dazu im Einsatz.
Die Bewohner konnten in dieser Nacht nicht mehr in Ihre Wohnungen zurück und kamen bei Bekannten unter.

 

Bericht/Bilder: KBM S. Weber, Pressesprecher Kreisbrandinspektion ERH


Einsatzart Brand
Alarmierung B3 / Gebäude
Einsatzstart 30. Januar 2020 20:16
Alarmierte Einheiten FF Heroldsberg
ERH 4 - KBI Brunner
ERH 1/4 - KBI Weber (Pressesprecher)
Rettungsdienst
Notarzt
Polizei