VG Uttenreuth - Buckenhof (DB 3/1): Als am Dienstagabend (09.11.2010) gegen 19:00 Uhr die Rauchmelder in der Jugendheimstätte „ Puckenhof“ in Buckenhof Alarm ausgelöst hatten, drang dichter Rauch aus einem dreigeschossigen Gebäude. Den im Berufsverkehr anrückenden Mannschaften der Feuerwehren aus Uttenreuth und Buckenhof war nicht genau bekannt, was Ihnen vor Ort erwartete:
Die erste Erkundung durch den EL Kdt. Sabine Eberhardt (FF Buckenhof) ergab, dass es sich wohl um eine Alarmübung handelte. Ein freistehendes Wohngebäude, das als Wohngruppe für Jugendliche genutzt wird, war vom Keller bis zum 3. OG mit „Kunstnebel“ verqualmt. 20 Personen wurden vermisst. Während die Löschgruppe Buckenhof mit dem LF 16/12 an der Hofseite in Stellung ging und wenig später mit Trupps über eine Steckleiter und durch den Haupteingang vordrangen, wurde die DLK 23-12 (FF Uttenreuth) an der Stirnseite des Wohngebäudes in Stellung gebracht.
Die vermissten Personen wurden mittels DLK 23-12 und mit mehreren Trupps durch das Treppenhaus ins Freie verbracht. Während parallel hierzu ein umfassender Innenangriff mit 4 C- Rohren vorgenommen wurde, konnten zwischenzeitlich in einem Nachbarwohngebäude die Jugendlichen mit ihren Betreuern versorgt bzw. bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes (fiktiv) von FW-Kameraden mit Basis-Maßnahmen geholfen werden. Die Wasserversorgung wurde durch zwei Unterflurhydranten sichergestellt.
Ein Absuchen durch weitere Trupps der einzelnen Wohneinheiten und der Kellerräume stellte sicher, dass alle Bewohner der Jugendheimstätte gefunden wurden. Nach Abschluss der Personenrettung über die DLK 23-12 wurde ein Monitor aufgebaut, der jedoch nicht mehr zum Einsatz kam. Auch ein bereitgestellter Sprungretter an der Stirnseite des Objektes war nicht mehr von Nöten. Die Verkehrslenkungsmaßnahmen für den vorbeifahrenden Pendlerstrom verlangten ebenfalls an Personalkräften.
Zum Schluss musste das Gebäude mit zwei Ventilatoren belüftet werden, bevor der Löschzug wieder abrücken konnte.
Resümee der Alarmübung:
Die Übung wurde von Sabine Eberhardt und Horst Murr ausgearbeitet. Die Erkenntnis brachte, dass in einem Ernstfall in den Wohngebäuden auf Grund der einzelnen Wohneinheiten ein hoher Personalaufwand erforderlich ist. Eine Wasserförderung aus nahegelegenen Unterflurhydranten und aus der Schwabach ausreichend ist.
Thomas Birkner
kfv erh pressestelle















