Neues Hilfeleistungslöschfahrzeug für die FF Röttenbach
Über ihr neues Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF) 20/16 freuen sich die 70 Aktiven der FF Röttenbach. Es ersetzt ein 26 Jahre altes LF16/12, das nach der gründlichen Ausbildung der Einsatzkräfte am Nachfolgermodell voraussichtlich im Mai 2011 ausgesondert werden kann.
Im Oktober 2008 hatte der Gemeinderat grünes Licht für die Beschaffung gegeben. Der oberbayerische Aufbauhersteller Lentner erhielt bei der Ausschreibung den Zuschlag und realisierte das Fahrzeug auf einem MAN-Allrad-Fahrgestell mit 15 Tonnen Gewicht und einer Leistung von 290 PS.
Im den in den Aufbau integrierten Mannschaftsraum sind die drei entgegen der Fahrtrichtung angeordneten Sitzplätze mit Atemschutzgeräten ausgestattet, die bereits während der Anfahrt angelegt werden können. Weitere drei Geräte finden sich im Geräteraum G3.
Zur Brandbekämpfung ist das HLF mit einem 2.000l fassenden Wassertank sowie einen Schaummitteltank mit 200l Inhalt ausgestattet, die Abgabe der Löschmittel kann mittels einer im Heck festeingebauten Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Leistung von bis zu 2.000 l/min wahlweise über die Schnellangriffseinrichtung S, die Schnellangriffsverteiler in den Geräteräume G5 und G6 oder über zusätzliche Druckabgänge für Wasser und Schaum erfolgen. Die an Bord befindlichen Hohlstrahlrohre, eine Wärmebildkamera und ein motorbetriebener Überdrucklüfter erleichtern zudem den Löschangriff.
Für den Zugang zu höher gelegenen Einsatzstellen werden eine 3-teilige Schiebleiter sowie eine Multifunktionsleiter mitgeführt. Zur technischen Hilfe ist der „35/40/1“, so der Funkrufname des HLF, mit einem umfangreichen hydraulischen Rettungssatz, einem Hebekissensatz, Motorsäge, Bohrhammer, einem Mehrzweckzug sowie zahlreichen weiteren Werkzeugen ausgestattet.
Für die Ausleuchtung nächtlicher Einsatzstellen sorgt unter anderem ein ausfahrbarer Lichtmast, der Sicherheit dient eine fahrbare Haspel mit Verkehrssicherungsgerät, die ebenso wie eine Schlauchhaspel am Heck mitgeführt wird.
Ein optisches Highlight ist die Darstellung des Hl. Florian neben der Röttenbacher Pfarrkirche, die auf den Rollos der Geräteräume G3 und G4 angebracht wurde.
Rund 366.000 Euro kostete das Fahrzeug inklusive Ausrüstung, seitens des Freistaats Bayern wurde dazu ein Zuschuss in Höhe von 95.000 Euro gewährt.
Text und Bilder: Stefan Brunner















