TLF 15 der FF Höchstadt/Aisch
„Eine runde Sache“
In den Ulmer Magiruswerken eins und zwei entstanden luftgekühlte Motoren für alle Anwendungsbereiche, aus jahrzehntelanger Tradition auch Feuerwehrfahrzeuge. Gerade in der Nachkriegszeit waren die Magirus-Rundhauber die am häufigsten gebauten Feuerwehrfahrzeuge. Vom leichten Vorausfahrzeug bis zum damals größtem Flugfeld - Löschfahrzeug wurde in Ulm unter den damaligen Namen Humbold-Klöckner-Deutz für das In- und Ausland produziert. Dabei war das Wahrzeichen auf dem Kühlergrill
der Kraftpakete, das Ulmer Münster, ein Begriff des deutschen wirtschaftlichen Wiederaufbaus.
TLF 15 der FF Höchstadt/Aisch:
Eines der häufig beschafften Fahrzeuge nach dem Krieg war das TLF 15 auf Magirus Deutz-Fahrgestell. Lange Zeit war ein im Jahre 1954 gebautes TLF 15 das Erstangriffsfahrzeug der FF Höchstadt/Aisch. Der Rundhaber verfügt über eine Motorleistung von
92 kW/125 PS mit einem 5 Gang Schaltgetriebe. Die kantenlose Form des Rundhauber – Modelles entstand dabei eher aus einem Zufallsergebnis. Es ergab sich aus der Notwendigkeit, den damaligen neu entwickelten V-förmigen Dieselmotor L 614 nicht nur plastisch, sondern auch produktionstechnisch einfach zu umkleiden. Diese Form wurde letztendlich unter den Beinamen Magirus-Mercur zu einer Legende von Magiurs-Feuerwehrfahrzeugen in aller Welt!
Im Vergleich zur heutigen Pumpentechnik wirkt die feuerwehrtechnische Einrichtung eher „spartanisch“! Im Heck befindet sich eine FP 15/8 (1.500l/min bei 8 bar). Die FP ist „Mitschiffs“ eingebaut, die dazugehörige Mechanik ist von der Rückseite der Staffelkabine erreichbar. Der Bedienstand befindet sich im Freien am Heck des selbsttragenden, aus Stahl erbauten Kofferaufbaus. Dabei auch gut erkennbar die Füllstandsanzeige des Wassertankes. Die Schnellangriffseinrichtung befindet sich auf einer Haspel ebenfalls in „offener Bauweise“ auf der rechten Seite des Gerätekoffers.
Ein Gasstrahler dient als Entlüftungseinrichtung. Allerdings hat sich die Füllmenge des Wassertanks zum heutigen TLF 16/25 nicht wesentlich verändert. So führt der Oldimer 2.400 Liter Wasser mit sich. Das Fahrzeug hat ein Gesamtgewicht von 9.200 kg und die Gesamtmaße von L x B x H: 6,30 X 2,25 x 2,80 m.
Durch den Radstand von 3,80 Meter verfügt das TLF über eine gute Geländefähigkeit. Typisch für diese Fahrzeuggeneration ist auch die Sondersignalanlage. Am Dach der Staffelkabine sind zwei blaue Blinkleuchten und eine Sirene in der Dachmitte installiert. Die beiden Blaulichter wurden erst in Laufe der Zeit nachgerüstet.
„Florian Höchstadt 21/2“ ist heute noch in Besitz der FF Höchstadt/Aisch und voll einsatzfähig! Das Fahrzeug dient noch als Einsatzreserve und nimmt regelmäßig als Repräsentant an Oldimertreffen und Festzügen teil.
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Gerhard Lorz/Thomas Birkner
kfv erh pressestelle















