Mit High Tech - Gerät zum Einsatz
Heroldsberg (DB III): Die Freiwillige Feuerwehr der vier Schlösser Marktgemeinde Heroldsberg im Erlanger Oberland stellte als Ersatzbeschaffung einen neuen Rüstwagen in den Dienst. Das Fahrzeug ersetzt einen RW I, der nach
25 Jahren nicht mehr den heutigen Erfordernissen entsprochen hatte. Am Samstag 10.04.2010 übergab der 1. Bgm Johannes Schalwig in Anwesenheit der Feuerwehrführung des Landkreises ERH, Vertreter aus der Lokal- und Kreispolitik, Abordnungen von Feuerwehren, der Polizei, der BRK Ortsgruppe Heroldsberg und von weiteren Behörden symbolisch den Fahrzeugschlüssel an den ersten Kommandanten Thomas Dennerlein.
Nach der kirchlichen Fahrzeugweihe wurde der Werdegang des Rüstwagens von Planungsbeginn im September 2007 bis zur Übergabe im April 2010 den anwesenden Gästen in der vollbesetzten Fahrzeughalle des Stützpunktes vorgestellt:
Als Fahrgestell für den neuen RW wählte man einen MAN TGM 13.280 mit 280 PS. Der Gerätekoffer wurde von der Firma Lentner aus Glasfaser gefertigt. Bedingt durch den weitläufigen Einsatzabschnitt der FF Heroldsberg auf der Bundesstraße 2, der BAB A 3 und den Staats- und Kreisstraßen im Erlanger Oberland wurde der neue Rüstwagen mit High Tech - Gerät zur Rettung von verunfallten, eingeklemmten Personen ausgerüstet. So führt das Fahrzeug u. a. Rettungsscheren und Rettungsspreizer mit einer größeren Leistungskraft, eine Rettungsplattform und Rüsthölzer mit.
Umfangreiche Gerätschaften wie Pumpen oder Abdichtungsmaterial für Hilfeleistungen im Bereich des Umweltschutzes wurden darin verlastet. In dem Gerätekoffer findet auch eine Presslufthaspel (20 Meter) und eine Stromkabelhaspel (45 Meter) platz, die permanent angeschlossen und jederzeit im Schnellangriff betriebsbereit sind.
Mit einem Lichtmast im Frontbereich des Gerätekoffers, einen tragbaren 13KVA Stromerzeuger und einer Rotzler-Seilwinde wird die Ausrüstung für die technische Hilfeleistung ergänzt. Aus Erfahrungen von der Hochwasserflut in Baiersdorf 2007 wurde der Rüstwagen auch mit einem Schlauchboot ausgerüstet. Als Besonderheit findet man im Führerhaus ein Laptop. Mit Hilfe des „Crash-Recovery-Programmes“ können jetzt aktuelle Rettungskarten an der Unfallstelle abgerufen werden.
Nach der offiziellen Übergabe des Rüstwagens konnten sich die interessierten Besucher, darunter Oberamtsrat a.D. Günter Nachtsheim und stellv. Landrätin Karin Knorr sich über die neue Gerätschaft der FF Heroldsberg dann selbst überzeugen.
Thomas Birkner
kfv erh pressestelle














