TV-Beitrag des KFV ERH auf Franken-TV zu Weihnachten und Silvester
… passieren Brandunfälle zur Weihnachtszeit
Der Landesfeuerwehrverband gab vor Kurzen zwei Broschüren zum Thema „Stille Zeit – mit Sicherheit“ und „Ohne Ärger ins neue Jahr“ heraus. Diese können unter der Rubrik Informationen à Brandschutz nachgelesen werden.
Die Fachbereiche Öffentlichkeitsarbeit (FB 5) und Brandschutzerziehung (FB 8) nahmen dies zum Anlass, die Theorie anschaulich zu vermitteln. Mit dem Sender Franken TV fand man den richtigen Partner zur Verbreitung dieser Informationen.
So fanden sich am Dienstag, 15.12.2009, Vertreter des Fachbereiches 5, das Team der Brandschutzerziehung und eine Einsatzmannschaft der FF Uttenreuth an der Uttenreuther Grundschule ein. Es wurden typische Szenarien für die Weihnachtszeit vorbereitet. Gegen 14.30 Uhr starteten die Filmaufnahmen durch ein Team von Franken TV.
Nach der Begrüßung und der Vorstellung des Kreisfeuerwehrverbands kam man zu den Fakten. Vielen Menschen sind die Gefahren durch einen leichtfertigen Umgang mit offenem Feuer (Kerzen) nicht bewusst. Oftmals kommt noch ein falsches Handeln im Unglücksfall dazu, so dass viele Brände zum Einen vermeidbar wären und zum Anderen Todesopfer vermieden werden könnten. Vor gut zwei Jahren wurde einem älteren Ehepaar in Heroldsberg ein brennender Adventskranz fast zum Verhängnis. Nur durch das beherzte Handeln zweier Feuerwehrkameraden der FF Heroldsberg, die sich auf dem Weg zum Gerätehaus befanden, konnte das Leben der Senioren gerettet werden.
Ein wichtiger Lebensretter bei Wohnungsbränden ist ein Rauchmelder. Die Funktion eines solchen wurde demonstriert und es wurde darauf hingewiesen, worauf bei einem Kauf zu achten ist (Prüfzeichen). Rauchmelder eignen sich hervorragend als ein sinnvolles Weihnachtsgeschenk!
Beachtet man beim Umgang mit Kerzen ein paar Kleinigkeiten, verringert sich die Brandgefahr deutlich. Wird ein Christbaum mit echten Kerzen geschmückt, ist ein Fluchtweg freizuhalten. Ein Eimer mit Wasser gefüllt, sollte sich in Reichweite befinden. Die Kerzen werden mit Abstand zu den Zweigen oder brennbaren Schmuck (Strohsterne) befestigt und von oben nach unten angezündet. Das Löschen erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Am besten pustet man die Kerzen nicht aus, sondern löscht sie mit Hilfe eines Soßenlöffels. Sollte es dennoch zu einem Feuerausbruch kommen, verlässt man den Raum, schließt die Tür und ruft die Feuerwehr. Erst danach sollte man selbst Löschversuche unternehmen, wobei eine Gefährdung des eigenen Lebens ausgeschlossen sein muss. Aus einem brennenden Christbaum entwickelt sich in Sekundenschnelle ein Vollbrand des Zimmers.
Im schlimmsten Fall kommt die Person selbst zu Schaden. Ist man noch in der Lage, brennende Kleidungsstücke auszuziehen, ist dies umgehend zu machen. Ein Wälzen auf dem Boden führt ebenfalls zum Erlöschen des Feuers. Jedoch laufen in den meisten Fällen Betroffene auf und davon. Helfer retten den Brennenden mittels einer Decke, die sie demjenigen überwerfen und ihn zu Boden stoßen. Die Flammen werden ausgeklopft. Steht Wasser zur Verfügung, kann auch mit diesem das Feuer abgelöscht werden. NIEMALS Feuerlöscher auf brennende Personen richten! Die Brandverletzungen sind schlimm genug. Der Einsatz von Feuerlöschern ergibt schwerwiegende Komplikationen bei der Wundversorgung.
Die verschiedenen Arten von Feuerlöschern wurden vorgestellt und deren Handhabung erklärt. In privaten Haushalten ist ein ABC-Pulverlöscher das Gerät der ersten Wahl.
Man sitzt in gemütlicher Runde zusammen und genießt ein Fondue. Auch hier lauert die Gefahr. Das Fett kann überhitzen und beginnt zu brennen. Fatal wäre es, hier mit Wasser einen Löschversuch zu unternehmen. Am wirkungsvollsten ist es, den Topf mit einem Deckel abzudichten und die Wärmequelle zu entfernen/auszuschalten. Bei einem Versuch wurde demonstriert, was passiert, wenn ein halber Liter brennendes Fett mit einem Glas (ca. 0,3 l) Wasser gelöscht werden soll. Es kommt zu einer Explosion! Das kalte Wasser verdampft schlagartig aufgrund der hohen Temperaturen. Fett ist leichter als Wasser und wird durch die Dampfbildung aus dem Topf herausgeschleudert – meterhoch! 1 Liter Wasser ergibt ca. 1700 Liter Dampf und obenauf sitzen die brennenden Fettpartikel. Schwerste Verbrennungen oder der Tod sind die Folge.
Nachdem sich das Jahr auch schon deutlich seinem Ende neigt, wurde auch der richtige Umgang mit Feuerwerkskörpern erklärt und gezeigt. Hier sind es ebenfalls Kleinigkeiten, die das Unfallrisiko senken. Beim Abschießen von Raketen ist auf einen festen Stand zu achten. Leere Flaschen sind zwar eine Möglichkeit, besser noch ist es, die Flaschen in einen Kasten zu stellen. So können diese beim Abschuss der Raketen nicht umfallen und die Flugbahn derselben nicht beeinflussen. Beim Raketen- oder Böllerkauf ist darauf zu achten, dass es sich um Ware mit Prüfzeichen handelt. Beachtet man die Sicherheitshinweise, steht einem fröhlichen Jahreswechsel nichts im Wege.
Kommt es zum Notfall – rufen Sie die Feuerwehr. Mit der Nummer 112 holen sie sich kompetente Hilfe.
Ihre örtliche Feuerwehr und die Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes Erlangen-Höchstadt wünschen Ihnen eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit im Kreise Ihrer Lieben und alles Gute für das Jahr 2010.
Ein besonderer Dank geht an das Team der FF Uttenreuth, die den SET super vorbereitet und aufgeräumt haben, ebenso an das Team der Brandschutzerziehung.
Impressionen vom Drehtag:
Elke Elm, KFV-ERH, Pressestelle
Videobeitrag des Senders Franken-TV
Video läd nicht?
Alternativer Link zum Herunterladen:
Video Brandgefahren Weihnachten und Silvester















