Mühlhausen OT Simmersdorf (DB 1): Ein Dachstuhlbrand am Donnerstag (19.01.2012) beschäftigte die Feuerwehren aus Mühlhausen, Wachenroth, Höchstadt/Aisch, Steppach (Lkr. Bamberg) und den Inspektionsdienst. Zwei Verletzte und ein erheblicher Sachschaden ist die Bilanz des Feuers, bei dem ca. 100 Rettungskräfte bis in den frühen Morgen des 20.01.2012 eingesetzt waren.
Um 20:29 Uhr wurden die Wehren mit dem Alarmstichwort „Zimmerbrand – B 3“ von der ILS Nürnberg in den Mühlhausener Ortsteil Simmersdorf gerufen. Bereits während der Anfahrt zum Einsatzort folgte die Information über einen offenen Dachstuhlbrand. Beim Eintreffen der ersten Einheiten an der Est in der Ortsmitte von Simmersdorf drang dichter Rauch bzw. offenes Feuer aus einem Seitenfenster im Dachgeschoss des zweigeschossigen Wohnhauses. Unter der Dachhaut waren bereits Flammen sichtbar. Eine Mieterin und ihr Kind konnten sich noch vor Eintreffen der Wehren rechtzeitig in Sicherheit bringen.
Ein PA-Trupp nahm umgehend im Innenangriff mit einem C-Rohr eine Lageerkundung und Brandbekämpfung im Dachgeschoss vor. Die an der Est eintreffenden Wehren begannen gleichzeitig mit einem umfassenden Außenangriff. Eine der Hauptaufgaben war es, die Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft vor einen Übergriff des Feuers zu schützen. Im Laufe der Brandbekämpfung kamen ein C-Rohr im Innen-, sechs C-Rohre im Außenangriff und ein C-Rohr über die DLK 23/12 (Wenderohr) der FF Höchstadt/Aisch zum Einsatz. Bis zur Sicherstellung der Wasserversorgung aus dem örtlichen Hydrantennetz wurde das Löschwasser aus den Fahrzeugtanks von LF 10/6, LF 16/12, TLF 20/40 SL der Wehren aus Mühlhausen, Wachenroth und Höchstadt/Aisch entnommen. Nach dem Aufbau von drei B-Leitungen wurde die weitere Wasserversorgung aus Unterflurhydranten bereitgestellt.
Da das Feuer den Dachstuhl bereits vollständig erfasst hatte, wurde der Innenangriff abgebrochen. Die Brandbekämpfung erfolgte von nun ab nur noch im Außenangriff (Riegelstellung). Zwischenzeitlich wurden die Mieterin und ihr Kind notärztlich versorgt und mit dem Rettungsdienst vorsorglich in das Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Personen wurden vor Ort durch den Rettungsdienst betreut. Im Laufe der Brandbekämpfung und den folgenden Nachlösch- und Aufräumungsarbeiten kamen insgesamt 13 PA-Trupps zum Einsatz. Dabei wurden die Kräfte aus dem Landkreis ERH durch vier PA-Trupps der FF Steppach (HLF 20/16, LF 16/12) aus dem Landkreis Bamberg unterstützt. Neben dem Rettungsdienst (RTW, NA, ELRD) wurde der Feuerwehreinsatz bis zur Beendigung der Nachlöscharbeiten durch Helfer der BRK-SEG Höchstadt/Aisch abgesichert.
Für weitere Sicherungsarbeiten an dem Objekt wurde der Notdienst eines Stromversorgungsunternehmens verständigt. Hier galt es, einen Dachständer auf dem Dachstuhl und die dazugehörigen Freileitungen der Stromversorgung abzuschalten bzw. zu sichern. Durch den massiven Außenangriff konnte bereits nach ca. 60 Minuten „Feuer aus“ gemeldet und ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude verhindert werden. Die Nachlösch- und Aufräumungsarbeiten dauerten noch zwei Stunden an. Die Brandwache durch Kräfte der FF Mühlhausen zogen sich bis in den frühen Morgen hin. An dem Wohnhaus entstand beträchtlicher Sachschaden und ist derzeit unbewohnbar. Glücklicherweise konnte Mutter und Kind das Krankenhaus bereits am Folgetag (20.01.2012) wieder verlassen.
Noch in der Brandnacht haben Polizeibeamte des KDD Mittelfranken die Ermittlungen aufgenommen. Während des Einsatzes bestand eine große Hilfsbereitschaft der Anwohner, die Einsatzkräfte wurden mit Getränken versorgt.
Eingesetzte Rettungskräfte:
Feuerwehr:
FF Mühlhausen: MZF, LF 10/6 = 20
FF Wachenroth: MTW, LF 16/12, LF 8 = 20
FF Höchstadt/Aisch: Kdow, TLF 16/25, DLK 23/12, TLF 20/40 SL, MZF = 25
FF Steppach (Lkr. BA.): HLF 20/16, LF 16/12, TSF = 20
Inspektionsdienst ERH: KBI H. Johna., KBM Kauppert R.
Polizei:
PI Höchstadt/Aisch Kriminaldauerdienst Mfr,
Rettungsdienst:
1 RTW, 1 NA, 1 ELRD BRK,
1 RTW JUH Schlüsselfeld,
1 RTW, 2 KTW SEG BRK Höchstadt/Aisch
Bildmaterial:
FF Höchstadt/Aisch, FF Wachenroth
R. Vogel Kdt. FF Mühlhausen
Thomas Birkner
kfv erh pressestelle















