Baiersdorf. Eine stolze Bilanz können die First Responder der Feuerwehr Baiersdorf ziehen: Seit November 2002 im Dienst, wurden sie am 21.Januar 2012 zum nunmehr 2000. Einsatz gerufen.
Um 23:01 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Nürnberg am vergangenen Samstag den First-Responder-Dienst zu einem chirurgischen Notfall in Igelsdorf. Der um 23:05 Uhr dort eintreffende Ersthelfer übernahm fachgerecht erste Maßnahmen bei dem älteren Patienten und überbrückte so die Zeit bis zum Eintreffen von Notarzt und Rettungswagen aus Erlangen, die den Notfallort einige Zeit später erreichten. Anschließend wurde die weitere Arbeit des Rettungsdienstes bis zum Transport des Verunfallten in die Klinik unterstützt.
Dieser Einsatz zeigt einmal mehr, dass die schnellen Ersthelfer der Feuerwehr in der Rettungskette der Region mit Recht ihren festen Platz haben – bei durchschnittlich weit über 200 Anforderungen jährlich. Die Einsätze werden dabei nicht nur in der Meerrettichstadt und deren Stadtteilen, sondern auch im Umkreis bis Hausen, Hemhofen, Möhrendorf, Langensendelbach und Effeltrich gefahren, vereinzelt sogar in Neunkirchen am Brand und in der Stadt Erlangen. Landkreis- und Bezirksgrenzen spielen dabei keine Rolle: Sowohl die Integrierte Leitstelle Nürnberg als auch die ILS Bamberg alarmieren die First Responder zur Ersten Hilfe bei allen Arten von medizinischen Notfällen, angefangen von einer unerwartet einsetzenden Geburt über Unfälle und plötzliche Erkrankungen bis hin zum Herzstillstand zur Überbrückung des „therapiefreien Intervalls“ bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, daneben zum Transport der Hubschrauberbesatzungen, wenn der Landeplatz etwas entfernt liegt, sowie zur Unterstützung des Rettungsdienstes, z.B. zur Tragehilfe in engen Gebäuden.
Im Einzelnen wurden dabei folgende Lagen abgearbeitet:
Internistischer Notfall / Notarzteinsatz: 955
Internistischer Kindernotfall / Notarzteinsatz: 70
Chirurgischer Notfall / Notarzteinsatz: 342
chirurgischer Kindernotfall / Notarzteinsatz: 57
Neurologischer Notfall / Notarzteinsatz: 99
Unfall mit Straßenfahrzeugen: 183
Unfall mit Schienenfahrzeugen: 6
Flugzeug-Notlandung: 1
Verletztenversorgung und/oder Eigenschutz für Feuerwehr bei Brandeinsatz: 84
Verletztenversorgung und/oder Eigenschutz bei sonstigem Feuerwehreinsatz: 24
RTH-Notarzt-Transport: 70
Trageunterstützung für Rettungsdienst: 9
Sonstiger Einsatz: 91
Fehlalarm: 9
Und was springt für die Feuerwehr dabei heraus?
Nichts – nur einfach das gute Gefühl für die Einsatzkräfte, Notfallpatienten helfen und ihnen unter Umständen sogar das Leben retten zu können. Sowohl der ärztliche Leiter, Dr. med. Christoph Grimm, als auch der nichtärztliche Leiter Manfred Sperk und alle Mitarbeiter des First Responder-Teams arbeiten völlig ehrenamtlich. Und auch die Feuerwehr oder die Stadt bekommen seitens der Krankenkassen, Versicherungsträger oder anderer Stellen keinerlei finanzielle Abgeltung. Die anfallenden Kosten für Fahrzeuge, Ausrüstung und laufende Kosten werden zu 100% aus Spenden und den Mitgliedsbeiträgen des "Fördervereins First Responder Baiersdorf e.V." getragen!
Manchmal aber hängt ein Dankesbrief oder ein von einem Kind gemaltes Bild am schwarzen Brett in der Feuerwache – und darüber freut man sich in Baiersdorf dann weit mehr...
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Weitere Informationen über die Arbeit der Baiersdorfer First Responder-Gruppe gibt´s im Internet unter www.firstresponder.tk und unter www.feuerwehr-baiersdorf.de .
Text: Stefan Brunner, Pressestelle KFV ERH e.V.
Bilder: Archiv FF Baiersdorf















